Mit Ohrenspray gegen den Ohrenschmalz vorgehen

Ohrenspray

Ohrenspray von newmed

Ohrenschmalz kann eine lästige Sache sein, wenn die Reinigung vernachlässigt wurde oder gar mit einem Wattestäbchen vorgegangen wurde. Ist der Ohrenschmalz erst einmal verhärtet, wird die Reinigung erheblich erschwert. Ist dieser Fall eingetreten muss gegen den Schmalz (Schmalzpropf) vorgegangen werden. Glücklicherweise ist auch die Pharmazie bereits in der Lage unterstützend zu helfen. Das Ohrenspray erfüllt eine wichtige Funktion bei der Ohrenreinigung, bleibt allerdings ein Hilfsmittel. Das Spray alleine hat keinen durchschlagenden Nutzen. Konkret wird es angewendet um das Cerumen aufzuweichen und vom Gehörgang abzulösen. Mit einem Ohrenreiniger oder einer Ohrendusche kann dann gegen den gelösten Schmalz gearbeitet werden. Das Spray bewirkt nicht, dass der Schmalz von alleine aus dem Ohr herausfließt. Der Anwender muss danach in jedem Fall zur gründlichen Reinigung schreiten. Es ist in der Verwendung jedoch sanft und wird daher sehr gern benutzt,
vor allem wenn es um die Kinder geht.

Was ist drin im Ohrenspray?

Das Ohrenspray besteht im Normalfall aus einem Anteil von Meerwasser. Meerwasser hilft den Schmalz zu lösen. Das ist eine Errungenschaft, die wahrlich nicht neu ist. Taucher durchliefen vor vielen Jahren diverse Tests und es wurde genau dieser lösende Charakter des Meerwasser festgestellt. Das liegt an den Ionen und Spurenelementen, die dem Meerwasser eigen sind. Beide Substanzen haben eine fettlösende Wirkung, was geradezu perfekt ist zum Lösen von Ohrenschmalz. Eine echte Alternative für das Meerwasser sind Sprays, die auf der Basis von Ölen existieren. Auch Öl hat diese fettlösliche Kraft und kann wie das Meerwasser den Schmalz gut weichen. Nachteil der sogenannten Ölsprays ist aber, dass sich Öl nur schwer wieder entfernen lässt. Außerdem verklebt das Ohr schnell, wenn zu viel Öl benutzt wird. Das macht die Handhabung deutlich schwieriger und sorgt dafür, dass Meerwasser die effektivere und reinigungsfreundlichere Variante bleibt. Der Anwender hat beim Meerwasser keine Nachteile.

Ohrenspray sollte nicht verwendet werden wenn...

 

  • es eine bekannte Überempfindlichkeit gegen eine oder mehrere Inhaltsstoffe in dem Spray gibt
  • es Verletzungen im Ohr, Beschädigungen (perforiertes) Trommelfell oder nach Ohr-Operationen
  • das Ohr strak schmerzt (Ohrenschmerzen), oder bei Entzündungen und Hautausschlägen im Ohr

Anwendung des Ohrensprays

Es gilt bei der Anwendung durchaus ein paar Punkte zu bedenken. Vor dem Verwenden bereits sollte das Spray einige Minuten lang mit den Händen aufgewärmt werden. Das macht die Anwendung selbst angenehmer und wirkt sich positiv auf den menschlichen Gleichgewichtssinn aus. Dieser kann bei Temperaturschwankungen leicht aus dem Takt geraten und für Schwindel sorgen. Das Spray wird dann in die Ohren hinein gesprüht. Das ins Ohr eingeführte Spray sorgt nun sachte für die Lösung des Schmalz. Auf keinen Fall sollte mehr Spray verwendet werden, als der Hersteller empfiehlt. Es ist aber unproblematisch bei zu geringer Wirkung den Sprühvorgang noch einmal zu wiederholen. Es ist sogar üblich ein bis zwei Sprühvorgänge ohnehin durchzuführen. Nur dann ist gewährleistet, dass der Schmalz auch ordentlich aufgeweicht wurde und dann zu entfernen ist. Ein geläufiger Ohrenreiniger oder eine Ohrenspülung besorgen nun die restliche Arbeit.

Wozu werden Sprays eingesetzt?

  • zur schonenden, effizienten und täglichen Gehörgangsreinigung
  • zur Erweichung und Entfernung von festsitzendem und überschüssigem Ohrenschmalz
  • bei Neigung zu übermäßiger Ohrenschmalzbildung
  • zur Beseitigung von Ohrpfropfen im äußeren Gehörgang

Ohrensprays im Vergleich zu Ohrentropfen – die sanfte Methode

Ohrensprays sind dafür ausgelegt täglich verwendet zu werden. Das Meerwasser, als der zentrale Inhaltsstoff, hat keine Auswirkungen auf die Gesundheit und kann täglich zur Anwendung kommen. Ohrentropfen dagegen sind eine brachiale Methode bei schwersten Fällen der Ohrenschmalzverstopfung. Es wird nur im äußersten Notfall angewendet. Die Ohrentropfen ziehen den Gehörgang in Mitleidenschaft und dürfen nur selten eingesetzt werden. Besser noch wäre es in einem solchen Fall den HNO-Arzt direkt aufzusuchen. Bei Rissen im Trommelfell oder einer Entzündung im Ohr sollte generell auch auf die Anwendung eines Ohrensprays verzichtet werden. Der HNO-Arzt ist auch hier der richtige Ansprechpartner für eine adäquate Behandlung. Das Ohrenspray muss letztendlich als das praktischste Hilfsmittel angesehen werden, welches gleichzeitig das Geringste Gesundheitsrisiko mit sich bringt. Es gibt also keinen Grund es nicht zu bevorzugen. Viele Menschen glauben allerdings, dass ein Ohrenspray bereits die ganze Arbeit erledigt. Das ist aber falsch.