Was hilft gegen verstopfte Ohren

Was tun wenn Ohr zu ist?

Was passiert, wenn das Ohr zu ist

Ohrendruck fühlt sich unangenehm an und kann von Ohrenbeschwerden begleitet werden. Die Beschwerden äußern sich in dumpfer Hörwahrnehmung, die eigene Stimme hört sich fremd an, Missempfindung im Ohr, Völlegefühl im Ohr, Ohrenschmerzen oder einem Schwindelgefühl. Stimmt der Ohrendruck nicht, kann es an der Ohrtrompete liegen. Die Ohrtrompete verbindet den Nasenrachenraum mit dem Mittelohr, genauer mit der Paukenhöhle. Die Hauptaufgabe der Ohrtrompete ist es für den passenden Druck im Ohr zu sorgen. Es belüftet das Mittelohr und gleicht damit den Druck zum Außendruck im Nasenrachenraum aus. Den Druckausgleich kennt jeder, es ist ein knackendes oder ploppendes Geräusch. Die Ohrtrompete gibt dem Sekreten aus dem Mittelohr die Möglichkeit in den Rachen abzufließen. Das Mittelohr muss frei sein von Sekreten und der Druck im Mittelohr muss dem Druck im Nasenrachenraum übereinstimmen. Unter den perfekten Umständen kann das Trommelfell schwingen und das hören funktioniert normal.

Ursachen für den Ohrdruck

Die Meisten werden den Ohrendruck von einem Flug aus der Start- oder Landephase, von der Benutzung des Fahrstuhls, vom Tauchen oder von der Fahrt durch einen Tunnel. Die Ursache für den Ohrendruck kann einen krankhaften Ursprung haben, beispielsweise eine Erkältung, eine Mittelohr- oder Nasennebenhöhlenentzündung, eine Allergie und bei einem Hörsturz. Ohrendruck kann daran liegen, dass die Ohrtrompete zugeschwollen, blockiert oder nicht komplett geöffnet ist. Anatomische Ursachen können ebenfalls die Ursache sein, beispielsweise wenn die Ohrtrompete von Natur aus kleiner und damit enger ist. Der höhere Ohrdruck kann an zu viel Ohrenschmalz liegen. Eine vergrößerte Rachen- oder Gaumenmandel, Kiefergelenkproblemen, Verspannungen der Muskeln im Bereich des Gaumens- und Kieferbereichs, Morbus Menière, eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte oder an einem Tumor können sich auf den Ohrdruck negativ auswirken.

Behandlung des Ohrdrucks

In vielen Fällen ist der Grund harmlos und das Gefühl ist vorübergehend. Wenn der Druck nicht nach kurzer Zeit verschwindet, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden. Gegen die harmlose Form des Ohrendruckes können einfache Maßnahmen helfen. Versuchen Sie den Ohrendruck mit kauen, gähnen oder schlucken zu bekämpfen. Eine gute Hilfe stellt das sogenannte Valsalva-Manöver da. Es wird eingeatmet und langsam ausgeatmet. Beim Ausatmen sollte der Mund geschlossen sein und sie Nase wird zugehalten werden. Durch das Vorgehen druckt sich die Luft in die Ohrtrompete. Findet ein erfolgreicher Druckaustausch statt, wird ein leises Klicken oder Knacken vernommen. Wenn der Druck an zu viel Ohrenschmalz liegt, kann er leicht entfernt werden, von jedem eigenhändig oder vom Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Bei anatomischen Ursachen kann die Abhilfe nur im Rahmen eines operativen Eingriffes stattfinden. Es gibt Methoden, mit der eine verkleinerte Ohrtrompete behandeln werden kann, eine Ballondilatation, wobei die eustachische Röhre mit einem Ballonkatheter erweitert wird. Eine spezielle Kochsalzlösung kann zusätzlich für Dehnung sorgen. Eine andere Methode ist es, mit einem Laser Gewebe am Eingang der Ohrtrompete zu entfernen und alles durchlässiger zu machen.

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